Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. |
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Aktuell / Current Issues / Actuel |
Chodowieckistr. 41 D-10405 Berlin Tel./Fax: 030/441 39 73 www.magnus-hirschfeld.de |
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Hirschfeld-Tage Berlin 2012 |
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Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der LSVD Berlin-Brandenburg veranstalten vom 7. Mai bis zum |
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What Would You Say It Is? Nachrichten zum Weltuntergang 2012 |
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Im Rahmen der Ausstellung What Would You Say It Is? Nachrichten zum Weltuntergang 2012 entwickelte die Magnus-Hirschfeld- Gesellschaft zusammen mit dem Kuratorinnenkollektiv randomrelevance die Präsentation historischer Schriften zum Thema "Liebe". Die Auswahl vereint zur Schaffenszeit Hirschfelds (1868-1935) sowie kurz nach seinem Tod erschienene Werke aus Wissenschaft, Aufklärung und Populärkultur. Einige dieser Bücher sind von Hirschfeld selbst verfasst und beinhalten seine wichtigsten sexual-wissenschaftlichen Positionen, wie die Theorie der sexuellen Anziehung. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit versuchte er, den Kampf für sexuelle Selbstbestimmung, Entpathologisierung und Entkriminalisierung sexueller Minderheiten, auf eine naturwissenschaftliche Grundlage zu stellen. Zusammen mit den anderen bis 1932 veröffentlichten Werken geben sie Einblicke in den Stand der sexualwissenschaftlichen Diskurse jener Zeit. 1933 wurden Hirschfelds Schriften durch die Nationalsozialisten verboten, seine Publikationen anlässlich der Bücherverbrennung am 10. Mai öffentlich verbrannt und das von ihm gegründete Institut für Sexualwissenschaft vandalisiert und geschlossen. Die hier gezeigten Bücher späterer Erscheinungsjahre dokumentieren die Ideologisierungen der Wissenschaften und die Instrumentalisierung der sexuellen Aufklärung für rassistische Ziele in der Zeit des Nationalsozialismus.
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LET'S TALK ABOUT LOVE Lesung und Gespräch zur Liebe |
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Mit Rainer Herrn (Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Institut für Geschichte der Medizin der Charité) und den Künstler_innen Florian Goeschke und Eske Schlüters, moderiert von randomrelevance. Es liest: Oliver Dresselhaus LET'S TALK ABOUT LOVE. Am 14. Februar, Valentinstag und 312. Tag vor dem Weltuntergang, laden wir herzlich zu Lesung und Gespräch zur Liebe im Rahmen der Ausstellung What Would You Say It Is? Nachrichten zum Weltuntergang 2012. Fragen nach der sozialen, kulturellen, historischen und politischen Verfasstheit von Liebe und Sexualität, nach der Bedeutung (sexueller) Selbstbestimmung heute und ganz allgemein danach, wie wir leben und lieben wollen, werden Themen des Abends sein. Impulse für die Diskussion unter den Künstler_innen der Ausstellung, dem Wissenschaftler Rainer Herrn und unseren verehrten Besucher_innen sollen kurze Fragmente aus den ausgestellten historischen Schriften zum Thema Liebe aus Wissenschaft, Aufklärung und Populärkultur geben. | |||
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Offener Brief an die FDP |
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| An die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und den Parteivorstand der FDP |
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| Ihre Anzeigenkampagne in schwulen Zeitschriften
Sehr geehrte Damen und Herren, mit einigem Entsetzen haben wir die von Ihnen in den Monaten November und Dezember in schwulen Zeitschriften geschaltete Anzeige "Schwule Sau!" gesehen. Auch wenn wir bereit sind anzuerkennen, dass es nun nach den Vorarbeiten vieler anderer die FDP war, die die Realisierung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld auf den Weg gebracht hat, halten wir die von Ihnen gewählte Form sich dieses Erfolgs zu rühmen, für verabscheuungswürdig. Mit dem Etikett "Schwule Sau!" in Lettern, die sonst der BILD-Zeitung vorbehalten sind, verunglimpfen und beschädigen Sie den Namensgeber der Stiftung - einen von den Nazis aus Deutschland vertriebenen Juden, Homosexuellen und Sozialdemokraten - noch im Nachhinein. Würden Sie es wagen, die gleiche Anzeige etwa mit dem Bild des Außenministers schalten? Es steht Ihrer Partei nicht zu und nicht gut an, einen Menschen öffentlich als "Schwule Sau" zu beschimpfen - da hilft es auch nicht, dass der Text der Anzeige versucht, das andersartige Anliegen der Stiftung deutlich zu machen. Diesen Text mag frau/man nach dem misslungenen Blickfang gar nicht mehr lesen. Der Stiftung selbst haben Sie einen schlechten Dienst erwiesen. Ganz abgesehen davon: Wie geschichtsvergessen muss man sein, um einen Juden mit dem Wort "Sau" in Verbindung bringen zu können? Besonders unangenehm fällt die Motivverwendung auf Ihrer Website ins Auge. Da wird dann unter der völlig unverständlichen Überschrift "Die Köpfe der Menschen erreichen" nur noch mit dem Bild-Aufmacher gearbeitet. Wollen Sie die Köpfe der Menschen erreichen, indem Sie sie vor den Kopf schlagen? Wir erwarten, dass Sie sich umgehend deutlich und öffentlich für diese misslungene Kampagne entschuldigen und das Motiv nicht wieder verwenden. |
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Hirschfeldforschung |
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| Fundstücke aus neuester Zeit Objekte, Bücher, Dokumente Eine Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. in der Dauerausstellung des Schwulen Museums |
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| Eröffnung: 6. Dezember 2011, 18.00 Uhr | |||
| Fotos aus Indien, einen Koffer aus Hongkong, ein Gästebuch aus Frankreich, Geschirr aus Berlin und einen
Reisepass von 1928 – dies und vieles mehr zeigt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft in der Dauerausstellung des Schwulen
Museums. Es handelt sich um einige Beispiele aus dem Ertrag langjähriger Forschungen nach den Resten des früheren Instituts
für Sexualwissenschaft (1919 - 1933) und dem Nachlass seines Gründers und Leiters Magnus Hirschfeld (1868 Kolberg - 1935 Nizza).
Die Ausstellung zeigt Stücke aus drei größeren Konvoluten, die die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft in den vergangenen zehn
Jahren geschenkt erhielt bzw. erwerben konnte:
Der erste Teil stammt aus dem Nachlass von Li Shiu Tong, genannt Tao Li (1907 Hongkong - 1993 Vancouver), Hirschfelds letztem Freund, den er auf der Weltreise in China kennengelernt hatte. Adam Smith, der heute als Fotograf in Vancouver lebt, hat nach Lis Tod einen Koffer voller Nachlassgegenstände aus dem Müllkeller des Hauses gerettet, in dem Li ein Apartment besaß, und diesen Koffer 2003 der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft geschenkt. Weitere Nachlassgegenstände konnte die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft von den Angehörigen Li Shiu Tongs erwerben. Das zweite Konvolut stammt aus dem Nachlass von Ernst Maass (1914 Stettin - 1975 New York), einem Großneffen Hirschfelds. Ernst Maass – selbst bereits in Italien exiliert – hatte sich 1935 in Nizza um Hirschfelds Hinterlassenschaft gekümmert. Er hat eine große Zahl persönlicher Dokumente Hirschfelds – etwa das Kolberger Abiturzeugnis, die Approbation aus Würzburg, den Reisepass der Weltreise u.v.a.m. – bewahrt, dazu eine große Zahl von Familienbriefen. Sein Sohn Robert Maass, heute Fotograf in New York, hat diese Unterlagen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft im Frühjahr 2011 geschenkt. Den dritten Schwerpunkt der Ausstellung bilden Fotos, Briefe und Gegenstände aus dem Besitz von Adelheid Schulz geb. Rennhack (1909 Stolp i.P. - 2008 Berlin). Adelheid Schulz war von 1928 bis 1933 in der Hauswirtschaft des Instituts für Sexualwissenschaft tätig und bei der Plünderung des Instituts am 6. Mai 1933 zugegen. Sie hat aus der Zeit ihrer Tätigkeit im Institut viele Briefe und Fotos bewahrt und auch einige Gegenstände vor dem Zugriff der Nazis retten können. Nach ihrem Tod haben ihre Tochter und ihre Enkelin diese Gegenstände der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft geschenkt. Ergänzend zu diesen eigenen Beständen zeigt die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft das Gästebuch Magnus Hirschfeld aus dem Exil in einer farbigen Arbeitskopie von Dr. Marita Keilson-Lauritz. Das Original dieses Gästebuchs liegt heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach, es enthält rund 300 Einträge, deren Verfasser einem Who is who der Kulturgeschichte entstammen könnten. Die Arbeitskopie ist "work in progress" und dokumentiert den mühseligen Prozess der Suche nach den Autorinnen und Autoren der vielsprachigen Einträge. Die Ausstellungsbesucher sind eingeladen, Ergänzungen und Hinweise einzutragen. |
Nancy und Adam Smith 2005 am Denkmal für das Institut für Sexualwissenschaft (Foto: Ralf Dose) |
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Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. - Startseite (ohne Frame) - Übersicht/Sitemap - Aktualisierung: 29.06.2008